Radeon wertet die Marke AMD auf
Wie AMDs Markenchef John Volkmann im Gespräch mit Golem.de erklärte, soll die Marke des 1985 gegründeten Unternehmens ATI bereits in einigen Monaten bei neuen Produkten vollständig verschwinden, bisherige Geräte behalten ihre Namen. AMD hat sich nach langer Marktforschung dazu entschlossen. Eines der Ergebnisse der Untersuchung: AMD und Radeon sind als Marken zusammen stärker als ATI und Radeon.
Während das noch auf der Hand liegt - und nur bei PCs mit kompletter AMD-Plattform zutrifft -, ist eine andere Erkenntnis überraschender: Wenn man die Kunden darauf aufmerksam macht, dass ATI zu AMD gehört, verdreifacht sich die Bevorzugung der Marke AMD bei geplanten Neuanschaffungen. Dass das Unternehmen auch moderne Grafikbausteine herstellt, wertet die Marke AMD laut den Befragungen also deutlich auf.
Neue Marken starten mit Radeon 6000
Zudem sind die Radeon-Produkte nach den Vorstellungen der beiden überzeugenden Generationen 4000 und 5000 auch immer erfolgreicher. So werden laut John Volkmann im Jahr 2010 schon 109 Notebooks mit Radeon-Grafik erscheinen, was drei Mal so viele wie 2009 sein sollen. Bei den gesteckten Grafiklösungen sowohl bei Notebooks wie Desktops legt das Unternehmen seit dem ersten Quartal 2010 auch wieder steil zu. Volkmann legte dazu Grafiken vor, nannte aber keine absoluten Zahlen.
Wie der AMD-Manager aber weiter angab, sind die PC-Hersteller für die neue Markenstrategie. Sie hätten dies in Gesprächen auch als "überfällig" bezeichnet, so John Volkmann. Er bestätigte auf Nachfragen auch, dass es noch 2010 "eine neue Serie mit den neuen Marken geben soll" - dabei kann es sich nur um die Serie Radeon 6000 alias "Southern Islands" handeln. Dazu gibt es sonst noch keine Informationen von AMD, kurz vor der Vorstellung der neuen Marken tauchten aber in asiatischen Foren erste Benchmarks auf, deren Echtheit aber umstritten ist.
2011 fallen andere Marken zugunsten von Vision
Noch einen Schritt weiter will AMD im Jahr 2011 gehen, wenn die ersten Fusion-Prozessoren erscheinen sollen. Die zum Anfang des Jahres 2010 eingeführte Marke 'Vision', die PCs in Leistungsklassen einteilen soll, wird dann gestärkt. Dazu sollen auch einige bisherige Marken verschwinden - auch die von Prozessoren. Am einfachsten ginge das bei Lösungen mit Chipsatzgrafik, wo beispielsweise statt "Athlon" und "Radeon" künftig nur noch "Vision" genannt werden könnte. Wie John Volkmann aber gegenüber Golem.de betonte, sollen die bisherigen Marken wie "Radeon" bei High-End-Produkten aber auf jeden Fall erhalten bleiben. |